Sein Geburtsdatum ist nicht ganz exakt überliefert, doch sein englisches Patent auf die erste Setzmaschine kann genau datiert werden: Es wurde am 18. Februar 1822 erteilt. Dr. William Church arbeitete 40 Jahre lang als Ingenieur. Er war der Erste, der eine Maschine entworfen und realisiert hat, die den Drucksatz automatisieren konnte.
Die erste Typensetzmaschine verwandte die normalen Lettern aus Schriftmetall. Das waren Typen, die in der Druckerei beim bis dahin üblichen Handsatz eingesetzt wurden. Die Typensetzmaschine arbeitet mit einer Tastatur. Ein Druck auf eine bestimmte Taste gibt dann den gewählten Buchstaben aus einem Magazin frei. Auf diese Art wurde der Text einer Zeile erstellt. Die weiteren Schritte, das Einrichten der Zeilenbreite und die Ablage nach dem Druck, wurde noch in Handarbeit gemacht. Die Typensetzmaschine wurde in ihren Anfängen durch Fußpedale oder mit Dampf angetrieben.
Das Ablegen der gesamten Zeile nahm aber sehr viel Zeit in Anspruch. Church wollte dieses Problem durch das Anfertigen immer neuer Typen lösen. Er entwickelte eine Schnellgießmaschine, in der die gebrauchten Lettern eingeschmolzen und zu neuen Typen verarbeitet werden konnten.
Die Maschinen des William Church haben zwar grundsätzlich gut funktioniert, doch eigentlichen Erfolg hatten sie nicht. Sie konnten die Forderungen nach Zeit- und Kostenersparnissen nicht erfüllen, weil zuviel manuelle Arbeit nötig war. Zudem erschwerten die normalen Typen aus dem Bleisatz die Arbeit, weil sie oft in der Maschine steckten und so den Druckprozess aufhielten.
Es war ein Versuch, die Satztechnik zu automatisieren. In der Praxis jedoch war die Maschine nicht tauglich. Alle späteren Versuche, Maschinen für Bleisatzbuchstaben zu konstruieren, scheiterten ebenso. Doch grundsätzliche Prinzipien konnte William Church mit seiner ersten patentierten Setzmaschine bereits realisieren.